Unser Label

--> Hans Gansch
--> Art of Brass Vienna
--> Weinberger Advent
--> Pro Brass CDs (Musikarchiv)

Was macht man, wenn man Platten aufnehmen will und keinen Partner findet, der das organisiert und vor allem bezahlt? Man gründet seinen eigenen Label, im Fall von Pro Brass eben AtemMusik. Zu den CDs von Pro Brass (siehe Musikarchiv) gesellten sich alsbald u.a. Aufnahmen mit Hans Gansch und Art of Brass Vienna sowie der Vertrieb von weiteren Stilrichtungen, für die es bei den "Großen" der Branche keine Abteilungen gibt und die dort deshalb nicht unterkommen. So hat sich über die Zeit ein kleines, aber feines Sortiment ergeben, das über die Zeit allerdings wieder auf die eigenen Produktionen zurückgeführt wurde. Diese seien im Folgenden näher erläutert und können natürlich auch über unseren Shop bestellt werden.

Wenn ein Label sich und damit seiner Arbeit den Titel AtemMusik voranstellt, wird das Ziel schon umrissen. Auch wenn das Wort, der Titel verschiedenen Deutungen offen steht, gibt es bei genauem Hinsehen doch genau Antwort.

Natürlich denkt man bei AtemMusik an Gesang, an Bläser, Holz und Blech. Widerspiegeln diese Ausdrucksformen jedenfalls unbestreitbar die direkteste Verbindung zwischen Atmen und Musik; das Klangergebnis hängt untrennbar mit dem Atem des Spielenden zusammen. Im Grunde weisen uns Instrumente, deren Verwendung den Atem eines Spielers benötigen, darauf hin, dass gute Musik - oder sagen wir besser, berührende Musik - sich dem Gesetz des Atems nicht beugt, sonder es naturgemäß beinhaltet. Empfinden wir nicht Spannungsbögen nur dann als solche, also als Bogen und vor allem als spannend, wenn sie aus dem Atem inspieriert sind, wenn sie - wie es dem ursprünglichen Sinn des Wortes entspricht - "Seele" widerspiegeln?

 

Liegt der Vergleich mit dem Menschen, seiner Stimme, mit der Sprache nicht auf der Hand?

Einen Menschen, der die Gesetze des Atems außer Kraft zu setzen versucht, der also ununterbrochen, mit unsäglicher Hast, ja Konsequenz, spricht, der andere nicht zur Sprache kommen lässt, empfinden wir als unerträglich. Gleich verhält es sich mit Menschen, die in tiefem Schweigen verharren, die sozusagen verstockt sind. Menschen beiden Schlages werden im wahren Sinne des Wortes schnell uninteressant. Sie sind als nicht "drinnen", nicht eingebunden in das Gewebe des Menschlichen, in die Kommunikation. Wobei es sich mit der Körpersprache durchaus ähnlich verhält.

Bei Musik - bei Instrumenten jeglicher Art - kommen wir durchaus zu ähnlichen Konsequenzen. Ohne zumindest "Zwi-"sprache ist Musik unmöglich, nein unmöglich nicht, sondern berührungslos, uninteressant. Die Frage hängt nicht direkt mit der Art der Klangerzeugung zusammen. Die Qualität des Spielers entscheidet nämlich, ob auch mit synthetischen Klangerzeugern der Atem das Entscheidende ist.

Die Seele bleibt unumstößlich die Essenz. Dieser Essenz ist AtemMusik verpflichtet.

Hans Gansch

 

1953 geboren in Kirnberg, Niederösterreich
1974 1. Trompeter im Linzer Brucknerorchester
1976 1. Trompeter im Sinfonieorchester des österreichischen Rundfunks
seit 1982 Trompeter im Wiener Staatsopernorchester sowie bei den Wiener Philharmonikern
seit 1985 1. Trompeter und Vereinsmitglied ebendort
seit 1996 Professur an der Hochschule für Musik, Mozarteum Salzburg

Kammermusik mit den Ensembles Prisma, Kontrapunkte, Oculus, Art of Brass u.v.a.; solistische Tätigkeit von Barock bis Moderne mit dem ORF Sinfonieorchester, der ORF Sinfonietta, den Wiener Bachsolisten, dem Wiener Kammerorchester und den Wiener Streichersolisten sowie vielen namhaften Organisten.

--> ATMU CD 94001: Trompetenkonzerte
--> ATMU CD 97002: Trompetenkarneval
--> ATMU CD 99003: Trompetenmusik des 20. Jahrhunderts

Art of Brass Vienna

Trompete: Hans Gansch, Heinrich Bruckner
Horn: Thomas Bieber
Posaune: Erich Kojeder
Tuba: Jonathan Sass

Art of Brass Vienna, vormals Oculus Brass, wurde 1981 gegründet. Das Ensemble tourte durch Europa, Südamerika, Afrika und Asien und produzierte mittlerweile fünf Tonträger. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichten die Ensemblemitglieder Blechbläser-Kammermusik auf Meisterkursen in Europa und Übersee.

Das internationale Fachmagazin "Brass Bulletin" bescheinigt den Mitgliedern nach ihrer erstmals 1990 erschienenen CD "That’s Brass": "The technical level of the five is superb". Mit "Grenzüberschreitung, höchst virtuos und perfekt“ betitelte die "Nordwest Zeitung“. "Art of Brass riss fachkundiges Publikum vor Begeisterung von den Bänken" rezensierte die "Wilhelmshavner Zeitung".

--> ATMU CD 94002: That's Brass
--> ATMU CD 94003: Classics for Brass